zündung – Exposé
„Ein spannender Erotikthriller, der sich an der Schwelle des gesellschaftlichen Abgrunds befindend, zwischen Wahrheit, Lüge und Verschwörung, einen unausweichlichen, nicht abwendbaren Neuanfang beschreibt.“
Der erste Teil beginnt im Setting einer Garage, in der der 18-jährige Levi und seine beiden Freunde Zia und Andy, eine Datenbank von nachweislich korrupten Konzernen in den USA zu hacken versuchen. Die Daten werden offensichtlich genützt, um Menschen zu kontrollieren und um Angst zu schüren. Sie sind gezwungen nach New York zu fahren, um an diese Daten, in einem Skyscraper in der Wallstreet, zu gelangen. Ihr Ziel ist es, diese Files endgültig zu zerstören, um nicht mehr den Mächtigen als Druckmittel und als Werkzeug des Dunklen, des Abgründigen zu dienen. Die drei Freunde werden im Gespräch unterbrochen, die Polizei steht vor der Tür – angeblich wegen Ruhestörung. Die Cops wollen eine Hausdurchsuchung durchführen, Levi wimmelt sie schlau ab. Sein heller Geist erkannte sofort, dass die beiden Beamten nur vorgaben, der Polizei anzugehören, sie waren Undercover FBI Agents.
„Ihr feines, hellblondes Haar fühlte sich an wie lauwarmes, bedächtig über die Hand laufendes Wasser, beruhigend und zart…“
An einem anderen Ort landen Flüchtlingsboote an einem felsigen Strand. Es ist Nacht und es ein schweres Unwetter tobt. Keine Gnade, keine Absolution – alles versinkt im Chaos, eines der betagten, Boote geht unter, Menschen sterben, hilflos, ihre Schreie, ihre Qualen verhallen lautlos im übermächtigen Sturm. Busse warten an einer nahegelegenen Straße. Lucifer filmt die Toten und empfängt die Lebenden mit einem Willkommensgruß. Die offenkundige Unmittelbarkeit zwischen Tod und Leben unterstreicht die Absurdität der Situation. Eine Tragödie, der Vorbote des unaufhaltsam Vergänglichen. Es war kalt.
In einem Flashback wird der fünfjährige Levi von einem Jugendpsychologen im „Institut“, einer Privatklinik, die sich mit Hochbegabung beschäftigt, untersucht und psychologisch ausgetestet. Die diagnostischen Ergebnisse überraschen die Forscher. Der Junge hat trotz seines unscheinbaren Auftretens, seines empathischen, positiven Wesens, nicht nur eine außergewöhnliche Intelligenz, sondern auch einen geradezu eisernen Willen.
„Die bekannte Straße war uneben und holprig, abgeschliffen von den unerbittlichen Herbstwinden, die ihn unentwegt an eine seltsame Schwermut erinnerten…“
In der Jetztzeit bereitet sich die „Occupy Wallstreet“-Protestbewegung auf eine Demonstration vor, deren Ziel es ist, eine unkontrollierbare Eskalation heraufzubeschwören. Der Aufmarsch wird von einer Polizeibarrikade gewaltsam gestoppt. Die Menschen sind erregt, aufgewühlt, bereit dazu, bis ans Äußerste zu gehen – es gibt keine Grenzen, kein ethisch-moralisches Gewissen, nur Hass und Zerstörung. Levi beobachtet die undurchdringbare Wand, bestehend aus Polizisten, Absperrungen und Polizeifahrzeugen. Die Wall Street ist nach allen Seiten abgesperrt, abgeschottet vom „Green Apple“. Levi wird wütend, will die Polizei mit einem Stein attackieren, unterlässt dies aber – im letzten Moment, aus ideologischer Überzeugung handelnd. Die Menschlichkeit siegt.
„Das verzweifelte Röcheln des Todeskampfes, das reale Abbild seiner Agonie, blieb lange in Erinnerung.“
Die Drei können sich aufgrund des entstandenen Chaos unbemerkt durch die Menge durchkämpfen und so zur Zieladresse gelangen. Dort, so vermuten sie, befinden sich die unheilbringenden Daten. Darüber hinaus war ihnen bekannt, dass dort ein ominöses „Treffen“ stattfinden werde. Die schwere, eiserne Tür ist bereits aufgebrochen worden. Alle Personen, die sich im Inneren des Gebäudes befanden, sind tot. Marik taucht auf, nimmt Zia und Andy brutal gefangen – nur Levi kann entkommen. Zia konnte ihn aber dennoch die Daten übermitteln, er allein hat die Files nun in der Hand, jetzt war er stark, geradezu angsteinflößend mächtig. Sein unmittelbares Ziel war es, seine beiden Freunde wieder freizukaufen. Freundschaft bedeutet für ihn alles, Andy und Zia waren schon immer seine Familie – jene Familie, die er sich aussuchen konnte.
“Es war Nacht, nur ein Gebäude im Zentrum war beleuchtet und sanfter Regen fiel vom Himmel, die Tropfen benetzten das unter ihnen liegende Niemandsland aus Bauschutt und skelettierten Gebäuderuinen – sie schienen dem Nichts eine Bedeutung zu geben, sich der Leere entgegenzusetzen…“
Währenddessen inspizieren Marik, der offenkundig soziopathisch veranlagt war und seine Assistentin, Tisiphone, die neuen „Rekruten“ in ihrem Versteck. Das primäre Ziel der Schlepper war es die Flüchtlinge zu Terroristen auszubilden. Die ausgemergelten, unterernährten Ausgestoßenen werden gezwungen, andere Menschen zu töten. Eine Pervertierung der Humanität, doch die meisten der Bemitleidenswerten hatten Familie, Kinder, eine liebende Frau. Sie wollten einfach alles tun, alles opfern, um irgendeine, noch so utopische, unrealistische Chance, zu bekommen, ihre Lieben zu sich holen zu dürfen. Dennoch wagten es einige wenige der Armen, sich dem Auftrag, der Bestimmung entgegenzusetzen – sie konnten nicht töten, sie wollten nur ein Ende des Leids…
In einer Rückblende wird die Geschichte des 10-jährigen Levi erzählt, wie er sich im Jugendheim des „Instituts“ gegen die älteren Jungen, welche die jüngeren terrorisieren, psychisch und physisch fertigmachen, mobben, zur Wehr setzt. Es kommt zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung, die der weitaus schwächere Levi gegen den stärkeren Martin, dem Unterwelt-Boss des Internats gewinnt und sich damit für die Unterdrückten, offen und mit großen Mut in sich tragend, einsetzt.
Levi hingegen, in der Jetztzeit verweilend, lässt sich von Lucifer und seinen Männern gefangen nehmen, da diese seine Freunde entführt haben. Er wird zu Lucifer gebracht und dort beginnt der Junge zu verhandeln, wie und womit er seine – Freunde freikaufen könne. Sein Hintergedanken war es, die gefährlich für andere unerreichbaren Daten als zu verwenden. Seine Freundschaft war konsequent, absolut, sein Herz innewohnend.
Doch Lucifer hat andere Pläne, sinistere Pläne. Er will Levi’s Loyalität für sich beanspruchen und dazu ist ihm jedes Mittel recht. Er setzt Tisiphone ein, die ihn verführen soll. Doch Levi widersteht ihr trotz seinen Gelüsten, bleibt ein Gentleman und gerade das beeindruckt das Mädchen dermaßen, dass sie sich in ihn verliebt. Solch gute, gefühlvolle, ehrliche Eigenschaften hatte die notorisch nymphoman veranlagte Tisiphone zuvor noch nie bei einem Mann gesehen. Sie steckt ihm in der Zelle einen Pfefferspray zu. Tisiphone gerät in einen extremen Konflikt mit sich selbst. Sie entscheidet sich für Levi und für ihr Herz.
„Sie nahm einen Schluck und küsste im nächsten Moment seinen Mund, sie war fordernd, aber dennoch zärtlich, liebkoste seine Zunge.“
Levi verrät Lucifer, dass es in Kürze zu weltweiten, gewalttätig ausartenden Demonstrationen kommen werde und das fast global zeitgleich. Marik ist auch anwesend. Levi kann nur knapp dem Tod entrinnen, indem er Lucifer einige Geheimnisse über sein Wissen verrät. Levi verrät ihm den nächsten Crash. Lucifer bekam das, was er wollte – doch nur für den Moment…
„Nein… dort wird nur das Ende der Welt, wie wir sie kennen, beschlossen. Passieren wird es überall. Alles wird sich verändern…“. Keine Reaktion. Es war eiskalt.